Milchmarkt-Update: Ratlosigkeit am Milchmarkt? Newsletter vom 18. April 2025
Die Preise zeigten sich in der vergangenen Woche überwiegend leicht rückläufig. Lediglich beim Wechselkurs €/CHF war eine deutlichere Bewegung zu verzeichnen.
Marktentwicklung: Rückblick und Ausblick
Die Osterwochen verlaufen erfahrungsgemäß ruhig, da viele Marktteilnehmer im Urlaub sind. Einzig die Milchmengen sind saisonbedingt angestiegen – die leicht rückläufigen Preise sind daher noch kein Grund zur Sorge.
Nach der Debatte um Zölle lohnt sich ein erneuter Blick auf die Fundamentaldaten – insbesondere auf die Milchproduktionszahlen. In der EU wird demnächst der Höhepunkt der Milcheinlieferung erreicht. Wie die folgenden Grafiken zeigen, lagen die aktuellen Produktionsmengen in beiden Ländern auf oder unter dem Niveau von 2022.
Dieses niedrige Milchaufkommen im Jahr 2022 führte im Folgejahr zu einem markanten Preisanstieg, wie die folgende Grafik zeigt.
Ein vergleichbarer Preisanstieg wie 2023 ist nicht garantiert – aber durchaus möglich.
Auffällig ist außerdem, dass die Preisentwicklung in Deutschland deutlich volatiler verläuft als in Frankreich. Das liegt daran, dass der Milchpreis in Frankreich – ähnlich wie in der Schweiz – stark politisch gesteuert wird. Bemerkenswert: Trotz größerer Volatilität erzielte Deutschland mit seinem liberalen Markt in den letzten fünf Jahren durchschnittlich höhere Milchpreise. Dies deutet darauf hin, dass eine rasche Anpassung an den Markt langfristig die bessere Strategie sein könnte.
Marktsituation in der Schweiz:
Im Gegensatz zu Europa sind die Aussichten in der Schweiz derzeit eher negativ. Eine schwächelnde Konjunktur sowie ein schwacher Euro und US-Dollar belasten den Export teurer Schweizer Käse.
Ratlosigkeit im Milchmarkt?
Die Weltwirtschaft scheint sich angesichts der disruptiven Politik der USA in einer Art Schockstarre zu befinden. Auch der Milchmarkt scheint gelähmt – trotz positiver Fundamentaldaten dominiert derzeit Pessimismus.
Ausblick auf Q2 und Q3 2025
- Q2 2025: Wir bleiben positiv gestimmt und erwarten stabile bis leicht steigende Preise – gestützt vor allem durch einen erneuten Anstieg des Milchfettpreises.
- Q3 2025: Der Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen – insbesondere bei Milchfett ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen.
Die auf Zahlen basierende 2-Monats-Prognose zeigt folgende Preisentwicklungen:
- Gouda 48 %: Leicht steigende Tendenz, Prognose: 4,60–4,70 €/kg
- Cagliata 45 % Fit: Ebenfalls steigend, Prognose: 4,70–4,80 €/kg
- Mozzarella Euroblocks: Moderates Wachstum, Prognose: 4,40–4,50 €/kg
- Milchfett: Bleibt auf hohem Niveau, Prognose: 9,60–10 €/kg
- SMP-Food (Magermilchpulver): Leichter Anstieg, Prognose: 2.600–2.650 €/t
Wir sind an folgenden Messen präsent
- Tutto Food, Milano, 5 – 8 Mai 2025, Halle 1 Stand U07
- PLMA, Amsterdam, 20. & 21. Mai 2025, Besucher
- International cheese Award 2025
- Summer Fancy Food, New York, 29. Juni – 1. Juli 2025, mit unserem Partner World's Best Cheese
- Le Mondial du Fromage et produit laitiers à Tours (France) 14-16 Sept. 2025
- Anuga, Köln 4. – 8. Okt.2025
- World Cheese Award, 13 – 15.11.2025, Bern
- Winter Fancy Food Show, San Diego, 11. – 13. Januar 2025, mit unserem Partner World's Best Cheese
- Marca Bologna, 15.- 16. Januar 2026
- Salon du Fromage, Paris 7.6 – 9.6 2026
Bleiben Sie informiert! Genießen Sie die exquisiten Schweizer Blumenwiesenkäse aus Rohmilch – nicht nur ein Genuss, sondern auch gesund und beruhigend!
Liebe Grüße, Affineur Walo