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Milchmarkt-Update: Festigung? Newsletter vom 10 November 2025

Dairy Market Analysis from 10-11-25; Milchmarkt Marktanalyse vom 10-11-25

Rückblick und Analyse

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Dairy Market Analysis from 10-11-25; Milchmarkt Marktanalyse vom 10-11-25

In Europa sind, ausser beim Milchfett, die meisten Preise leicht gestiegen. Viele Einkäufer zweifeln jedoch an der Nachhaltigkeit und ordern verhalten; einzelne Unternehmen haben sich bereits bis März abgesichert.

Eine Ausnahme, ist WPC80, dieses hat spürbar angezogen (u. a. durch neue Protein-Toppings bei Starbucks.)

Die Lager sind weiterhin tief, beim Endkonsumenten praktisch nicht vorhanden. Sobald mit Preisaufschlägen gerechnet wird, ist eine schnelle Marktreaktion wahrscheinlich.

Nach der Preissenkung von FrieslandCampina haben in der vergangenen Woche auch A-Ware, Leerdammer und Cono nachgezogen. Zu den Vertragspreisen im übrigen Europa liegen uns noch keine neuen, belastbaren Angaben vor; üblicherweise gleichen sich die Preise zwischen den EU-Ländern rasch an.

International bleibt der Druck hoch: Das starke Milchaufkommen in Neuseeland und den USA wirkt dämpfend.

Diese teils widersprüchlichen Signale erschweren verlässliche Prognosen. Einige Marktteilnehmer erwarten bis Ende Q2 dennoch Preissteigerungen von rund +10 % – das ist möglich, aber nicht gesichert.

Milchproduktion

  • Deutschland: KW 43 −0,6 % vs. Vorwoche; +6,0 % y/y
  • Frankreich: zuletzt +5,4 % y/y; Jan–Aug +4,0 %
  • Österreich: Sep +8,5 % y/y; Jan–Sep +2,4 %
  • Vereinigtes Königreich: Sep +7,8 % y/y; Jan–Sep +5,2 %
  • Irland: Sep +6,8 % y/y; Jan–Sep +6,8 %
  • Polen: Sep +5,3 % y/y; Jan–Sep +3,0 %
  • USA: Aug +3,2 % y/y; Jan–Aug +2,1 %
  • Neuseeland: Sep +2,5 % y/y; Milchjahr ab 1.6. +2,0 %

GDT 5.11.25

Gesamtindex −2,4 % (Menge 39.508 t, −2,7 %)

Mozzarella +1,6 % (erster Anstieg nach neun Rückgängen)

Cheddar −6,6 % (tiefster Stand seit Sep 2024)

Butter −4,3 % (tiefster Stand seit Jan 2024; EU-Anbieter drücken)

AMF −1,9 % | SMP unverändert | WMP −2,7 %

Schweiz:

Von einer EU-Entspannung ist in der Schweiz noch nichts zu spüren.

Festigung?

Es ist noch zu früh, von einer stabilen Bodenbildung zu sprechen; die Anzeichen mehren sich, auch wenn einige Gegenfaktoren bestehen.

Q4/2025: Tendenzen & Risiken

  • Gouda: Seitwärts
  • Mozzarella: Seitwärts
  • Cagliata: eher Seitwärts
  • Fett: leichter Aufwärtstrend
  • SMP: leichter aufwärtstrend
  • Molkenprodukte: (WPC80): deutlich fester; Süßmolkenpulver/Permeat: stabil bis leicht fester.

Der Jahresendverkauf ist praktisch abgeschlossen – Q4 dürfte insgesamt auf tiefem Niveau seitwärts verlaufen.

Q1/2026: stabile bis steigende Preise möglich

  • Das Milchvolumen in NZ sinkt, die Lager in Europa sind leer.
  • Export hängt vom USD und der Milchproduktion in USA ab.

Erste Anzeichen sprechen für stabile bis leicht steigende Preise im Q1/2026.

Empfehlung

Die Argumente für eine vorsichtige Bodenbildung mehren sich; ein erneuter Rücksetzer ist jedoch möglich.

Vorgehen: Bedarf für Q1–Q2/2026 gestaffelt absichern (Teiltranchen, kein All-in). Die jüngsten Preissenkungen in den Niederlanden zeigen anhaltende Skepsis im Markt; teils dürfte die Verlustkompensation der Vormonate mitspielen.

Futterseite: China importiert wieder mehr Soja aus den USA; höhere Kraftfutterpreise wirken mittelfristig stützend auf die Milchpreise.

Wir sind für Sie vor Ort – unsere Messepräsenz 2025/26

  • World Cheese Awards, Bern – 13.–15. November 2025
  • Winter Fancy Food, San Diego – 11.–13. Januar 2025
  • Marca, Bologna – 15.–16. Januar 2026
  • Tutto Food Milano – 11.–14. Mai 2026
  • Salon du Fromage, Paris – 7.–9. Juni 2026
  • Sial, Paris – 17. - 21.– Oktober 2026
  • Marca, Bologna Januar 2025
  • Mondial Tours September 2026
  • Anuga, Köln 9 – 13 September 2013

Gönnen Sie sich einen echten Schweizer Blumenwiesenkäse aus Rohmilch, nicht nur ein Genuss, sondern auch ein kleines Stück Lebensfreude für die Seele.

Herzliche Grüsse, Affineur Walo

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